Bioethanol | Politische Rahmenbedingungen in der EU und in Deutschland Bei der Entwicklung und beim Aufbau einer leistungsstarken Bioethanolindustrie profitiert CropEnergies von Weichenstellungen innerhalb der EU. Ziel ist dabei eine Erhöhung der Versorgungssicherheit durch die Erschließung heimischer Energiequellen, die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen sowie die Entwicklung eines neuen Industriezweigs. Förderung durch EU-RichtlinienDie politischen Rahmenbedingungen für die Entstehung einer Bioethanolindustrie hat die EU im Jahr 2003 geschaffen. Zur Förderung von Biokraftstoffen für den Verkehrssektor erließ die EU die Biokraftstoff-Richtlinie und die Energiesteuer-Richtlinie. Diese Grundlagen hat die EU noch einmal angepasst.
DeutschlandSeit dem 1. Januar 2007 legt das sogenannte Biokraftstoffquotengesetz Mindestanteile für Biodiesel und Bioethanol in konventionellem Kraftstoff fest, die sich jeweils auf den Energiegehalt beziehen. Werden diese Mindestanteile nicht erfüllt, muss das betreffende Kraftstoffunternehmen Strafzahlungen leisten. Seit dem 1. Januar 2009 muss daher Benzin 2,8 % Bioethanol enthalten. Darüber hinaus wurden in dem Gesetz Gesamtquoten für Biokraftstoffe für 2009 und 2010 von 5,25 % bzw. 6,25 % festgelegt. Forderungen der Biokraftstoffindustrie: Kombiquote Aufgrund des hohen Potenzials von Bioethanol, deutlich mehr Treibhausgase einzusparen als die vorgeschriebenen 35 %, fordert die deutsche Bioethanolindustrie in einem gemeinsamen Memorandum die Einführung einer »Kombiquote«. Diese verbindet zunehmende Beimischungsziele mit ansteigenden Treibhausgaseinsparungsquoten. Andernfalls kann das Beimischungsziel der »Erneuerbare-Energien-Richtlinie« für den Verkehrssektor von 10 % im Jahr 2020 nicht erreicht werden. Kombiquote_Memorandum (PDF, 59,43 KB) Biokraftstoffquotengesetz ist Basis für wachsenden Bioethanolmarkt Durch das Biokraftstoffquotengesetz stieg der Bioethanolverbrauch in Deutschland in den Jahren 2007 und 2008 stark an. Dies trug dazu bei, die Treibhausgasemissionen im Verkehrsektor zu verringern und die Energieversorgung zu verbessern. Der Verbrauch von Bioethanol in Deutschland stieg um 44,4 % von 799.000 m3 im Jahr 2008 auf 1,15 Mio. m3 im Jahr 2009. Dies bedeutet, dass in nur zwei Jahren rd. eine Milliarde Liter Benzin eingespart wurden. | Zum Betrachten von PDF-Dokumenten benötigen Sie den Acrobat Reader, den Sie bei Adobe kostenlos herunterladen können. | |
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