Bioethanol

Nachhaltigkeit

Die EU verlangt bis 2020 einen Anteil von 10 % erneuerbaren Energien im Transportsektor. Es dürfen aber nur solche Biokraftstoffe verwendet werden, die nachweislich nachhaltig hergestellt wurden.
Um sicherzustellen, dass Biokraftstoffe wie Bioethanol ausreichend Treibhausgase einsparen, hat die EU in der »Erneuerbare-Energien-Richtlinie« entsprechende Vorschriften erlassen. Diese Nachhaltigkeitskriterien schreiben vor, dass in den Mitgliedsstaaten genutzte Biokraftstoffe seit 2011 nachweisen müssen, dass sie mindestens 35 % der Treibhausgase im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Ab 2018 müssen die Treibhausgase sogar um 50 % reduziert werden.
Die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen wird über die gesamte Wertschöpfungskette berechnet: Alle Schritte der Herstellung, von der Aussaat und der Düngung der Energiepflanzen, über den Transport der Rohstoffe und deren Verarbeitung in modernen Bioethanolanlagen bis zur Nutzung des fertigen Kraftstoffs im Motor werden also mit erfasst. Neben den Mindesteinsparungen von CO2 müssen beim Anbau der Rohstoffe für die Kraftstoffherstellung weitere Sozial- und Umweltstandards erfüllt werden. Es ist beispielsweise verboten, Rohstoffe für die Bioethanolproduktion auf Flächen mit hohem biologischem Wert, wie Wäldern, Grünflächen und Mooren anzubauen.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung schätzt, dass Bioethanol aus deutscher Herstellung bereits heute über 70 % der Treibhausgase im Vergleich zu Benzin einspart. Die hocheffizienten Produktionsanlagen von CropEnergies reduzieren den CO2-Ausstoß über die gesamte Wertschöpfungskette ebenfalls um durchschnittlich rund 70 % im Vergleich zu fossilem Kraftstoff.

Zertifizierung

Die Zertifizierung der Bioethanolhersteller erfolgt durch einen unabhängigen Gutachter nach einem staatlich zugelassenen Zertifizierungssystem. In regelmäßigen unabhängigen Kontrollen prüfen die Gutachter die Herkunft der Rohstoffe und deren Verarbeitung in den jeweiligen Bioethanolanlagen. Auch die Berechnungen der Treibhausgaseinsparungen werden dabei kontrolliert.
Die Landwirte müssen die Nachhaltigkeit der von ihnen angebauten Rohstoffe dokumentieren. Denn nur Biomasse, die nachweislich nachhaltig angebaut wird, kann auch zu zertifiziert nachhaltigem Bioethanol weiterverarbeitet werden. So gibt es beispielsweise Vorgaben über die zulässige Menge von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln pro Hektar sowie den Schutz von Grünflächen.

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