Ethanol

Nachhaltigkeit

Die EU verlangt bis 2030 einen Anteil von 14 % erneuerbaren Energien im Transportsektor. Es dürfen aber nur solche Biokraftstoffe verwendet werden, die nachweislich nachhaltig hergestellt wurden.
Um sicherzustellen, dass Biokraftstoffe wie erneuerbares Ethanol ausreichend Treibhausgase einsparen, hat die EU in der »Erneuerbare-Energien-Richtlinie« entsprechende Vorschriften erlassen. Diese Nachhaltigkeitskriterien schreiben vor, dass die in den Mitgliedsstaaten genutzte Biokraftstoffe eine Einsparung von mindestens 50 % der Treibhausgase im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen nachweisen müssen.
Die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen wird über die gesamte Wertschöpfungskette berechnet: Alle Schritte der Herstellung, von der Aussaat und der Düngung der Energiepflanzen, über den Transport der Rohstoffe und deren Verarbeitung in modernen Bioraffinerien bis zur Nutzung des fertigen Kraftstoffs im Motor werden also mit erfasst. Neben den Mindesteinsparungen von CO2 müssen beim Anbau der Rohstoffe für die Kraftstoffherstellung weitere Sozial- und Umweltstandards erfüllt werden. Es ist beispielsweise verboten, Rohstoffe für die Ethanolproduktion auf Flächen mit hohem biologischem Wert, wie Wäldern, Grünflächen und Mooren anzubauen.
Laut Untersuchungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sparte erneuerbares Ethanol aus deutscher Herstellung im Jahr 2018 bereits 86 % der Emissionen im Vergleich zu Benzin ein. Die hocheffizienten Produktionsanlagen von CropEnergies reduzieren den CO2-Ausstoß über die gesamte Wertschöpfungskette um durchschnittlich über 70 % im Vergleich zu fossilem Kraftstoff.

Zertifizierung

Die Zertifizierung der Ethanolhersteller erfolgt durch einen unabhängigen Gutachter nach einem staatlich zugelassenen Zertifizierungssystem. In regelmäßigen unabhängigen Kontrollen prüfen die Gutachter die Herkunft der Rohstoffe und deren Verarbeitung in den jeweiligen Ethanolanlagen. Auch die Berechnungen der Treibhausgaseinsparungen werden dabei kontrolliert.
Die Landwirte müssen die Nachhaltigkeit der von ihnen angebauten Rohstoffe dokumentieren. Denn nur Biomasse, die nachweislich nachhaltig angebaut wird, kann auch zu zertifiziert nachhaltigem Ethanol weiterverarbeitet werden. So gibt es beispielsweise Vorgaben über die zulässige Menge von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln pro Hektar sowie den Schutz von Grünflächen.

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